„Da war etwas, was mich gepackt hatte und nicht mehr loslassen wollte…“

Ein Kurzinterview mit W.A.C. John, der ab 12.04. bis 22.06.17 bei uns seine Werke mit der Künstlerin Laya präsentieren wird.

Die Vernissage am 12.04. ab 18 Uhr » Facebook-Event

 


W.A.C. John

© W.A.C. John / Titel: Blow your Mind

Was ist der Titel der Ausstellung?

„Oxymoral“. Dieses Wort ist ein von mir, speziell für diese Ausstellung, erdachtes Kunstwort. Es leitet sich von dem Begriff „Oxymoron“ ab und wird u.a. verwendet, um beispielsweise kaum Auszudrückendes oder gar Unsagbares in ein Gegensatzpaar zu zwingen und dadurch zum Ausdruck zu bringen.

 

Was verbirgt sich hinter diesem Titel?

In unserem Fall, also der gemeinsamen Ausstellung von mir und Laya, bezieht es sich darauf, dass unsere künstlerischen Arbeiten nicht korrelieren. Die „Moral“ im Titel kann als Ausdruck subjektiver Beurteilung des Betrachters wahrgenommen werden.

Ihm obliegt es, ob er generell einer ethischen Maxime angesichts konkreter Darstellung folgt, oder die normative Wertstellung angesichts abstrakter Darstellung beiseite lässt, und sich im Spannungsbogen dieser Disjunktion einer neuen Betrachtungsweise öffnet.

 

Warum nutzt Du Deinen „richtigen“ Namen und nicht einen Künstlernamen?

Meinen vollen Namen finde ich „spannend“ genug, um unter ihm auch als Künstler zu firmieren. Die Summe meines Schaffens und Lebens allgemein verbinde ich mit ihm. Eine zweite Identität ist für mich da nicht sinnfüllend.

 

Wie bist Du zur Kunst gekommen?

Wie die meisten anderen Künstler auch. Seit frühester Jugend habe ich gemalt.

Da war etwas, was mich gepackt hatte und nicht mehr loslassen wollte. Das war der Wille, etwas ganz persönliches zu kreieren, etwas, was nur von mir bzw. aus mir heraus, kommen konnte. Das hat sich auch seitdem nicht geändert.

 

Wie würdest Du Deine Kunst beschreiben?

Die hier im Lilienhof von mir ausgestellten Bilder sind fast alle „Abstrakt“.

Alle Bilder sind in ihrer Interpretation völlig offen. Sie haben zwar alle einen eigenen Titel, aber der ist eigentlich nur für mich und wurde ihnen aus dem Moment heraus gegeben.  Ich möchte, dass sie den Betrachter in eine – seine –  ganz eigene Welt führen, ohne vorgegebene Marschrichtung.

 

Welche Pläne hast Du nach der Ausstellung im Lilienhof?

Selbstverständlich weitere Ausstellungen machen. Ich strebe aber auch eine Zusammenarbeit mit einem anderen Künstler an, da das Arbeiten zu zweit sehr fruchtbar und abwechslungsreich sein kann.

 

» Mehr Infos: atelierwacjohn.wordpress.com

Kommentare sind geschlossen